Die Kragenfasanen Text: LV Zuchtwart Gerhard Stähle, Bilder: Alexander Renz |
Die Heimat der Goldfasanen ist das Gebirge Mittel-Chinas. Die Ringgröße ist 11. Die Brutdauer beträgt 23 Tage, die Eierfarbe ist rühmlich gelb. Weiter im Südwesten, im Gebirge Südost-Tibets und Südwest-China ist der Amherstfasan beheimatet. Der Hahn ist noch etwas farbenprächtiger als der Goldfasan. Sein Oberkopf ist bronzegrün, die sidigglänzenden Haubenfeden am Hinterkopf sind rot. Die Federn des Halskragens sind weiß mit schwarzen innen stahlblau begrenzten Endsäumen und gleichen zweiten Binder dahinter. Vorderrücken, Schulter und Kopf sind glänzend bronzegrün mit breiten schwarzen Federsäumen. Der Hinterrücken goldhalsig strohgelb. Die mittleren Teile des Bürzels und die Oberschwanzdecken sind scharlachrot, die verlängerten Oberschwanzdecken weiß mit blauschwarzer Bänderung und orangeroten Spitzen, die Schwanzfedern weiß, an den Außenfahnen bräunlich, schwarz gebändert. Die mittleren dachförmig getragenen weiß mit schiefstehenden gebogenen blauschwarzen Querbinder und dazwischen befindlichen Kritzeln und Flecken. Die schwarzbraunen Handschwingen sind zum Teil weiß gesäumt. Die Flügeldecken glänzen metallisch blauschwarz. Brust und Bauch sind reinweiß. Die Henne ist der des Goldfasans ähnlich. Doch die Grundfarbe ist mehr braungrau, nicht so gelblich. Die nackte Gesichtshaut ist weiter ausgedehnt und deutlich bläulich grau. Der Bauch weißlicher und weniger gestreift. Die Lauffarbe ist bläulich, 0.1 blaugrau. Die Augenfarbe ist hellgelb, 0.1 braun. Die Brutzeit beträgt 24 Tage. Junge Amherstfasanen sind denen des Goldfasans sehr ähnlich, nur etwas brauner und weniger gelb, und stärker, dichter und etwas länger besaumt. Beide Arten sind absolut winterhart, und gegen Kälte unempfindlich. Die Zucht bereitet keine große Schwierigkeiten, am besten ist die Naturbrut, denn die Hennen sind in der Regel gute Bruterinnen. Empfehlenswert ist auch die Brut mit einer Zw-Huhnhenne, wie von Seidenhühnern, Chabos und Zwerg-Wyandotten oder die Brut in einem Brutapparat. Die Balz: Im Frühjahr, wenn die Tage wärmer werden, richtet der Hahn die Haube auf und spreizt die Federn des Kragens nach der Henne hin, wodurch diese Seite des Kopfes und Halses unterhalb des Auges durch den Kragen ganz verdeckt wird. In dieser Haltung umkreist und umspringt er in zierlichen, hohen Sätzen die Henne. Beide Arten kreuzen sich unbeschränkt fruchtbar miteinander, was zu Ziel- und sinnlosen Verkreuzungen führte, so dass es heute ungemein schwer ist, reinrassige Gold- oder Amherstfasanen zu bekommen. |